Systemische Orientierung

Einzelarbeit
Sowohl in der Einzelarbeit als auch in den Aufstellungsseminaren geht es um das System Familie, die Paarbeziehung oder das berufliche Umfeld. Herkunfts- und/oder Gegenwartsfamilie oder gegenwärtige oder frühere Partnerschaften und Ehen kommen in den inneren Blick. In der Einzelarbeit zeigen sich die Kräfte, die im System wirken, durch Gefühle und Körperzustände unmittelbar an uns selbst. Auch wer sich noch so sehr isoliert oder anklammert, kann erleben, dass gemeinsames Familienschicksal bindet oder der Partner längst fremd geworden oder in andere zwingende systemische Zusammenhänge verstrickt ist. Die Einzeltherapie empfiehlt sich vor einem Seminar zur Vorbereitung und dem deutlichen Herausarbeiten des persönlichen Anliegens. Und sie ist ebenso angesagt nach einem Seminar, in dem schwere Gefühle wie Angst, Trauer und Wut hoch gekommen sind, zur klärenden und vertiefenden Nacharbeit oder zum Anschauen neu aufgetauchter dringender Fragen. Außerdem gibt es Menschen, die Seminare nicht mögen, die sind hier richtig.

Seminare mit Familienaufstellungen
Im Seminar wird durch Stellvertreter, das heißt andere Gruppenteilnehmer, welche die jeweils benötigten Familienmitglieder repräsentieren, ein Familienbild einzelner Gruppenteilnehmer gestellt. Dabei wird sichtbar, welche unbewussten Prozesse im aufgestellten System wirken Es wird ergänzend mit Übungen, Gesprächen Körperwahrnehmungen und Gefühlen gearbeitet. Sie können selber aufstellen und/oder als Stellvertreter oder Anteilnehmender Zuschauer mitwirken. Auch durch das Miterleben fremder Familienbilder können wichtige Beziehungs- und Familienzusammenhänge erfahrbar und durchsichtig werden. Jeder trägt mehr oder weniger schwer an einem Bild seiner Herkunftsfamilie. Dieses Bild kann stärkend sein, es kann aber auch stören oder verstören oder krank machen. Erarbeitet wird ein neues, heilendes Bild, das zu einer das Leben bejahenden Sichtweise und einer wacheren oder versöhnlichen inneren Haltung führen kann. Wir können den Eltern danken, Vergessene, Verratene oder Verstoßene wieder einbeziehen, früh oder tragisch verstorbene Familienmitglieder betrauern und belastende Bindungen auf gute Weise lösen.

Was vor einem Seminar erinnert werden kann
Wer gehört zur Ursprungsfamilie? Gab es frühere Partner der Eltern: Verlobte oder Ehepartner? Gibt es Frühverstorbene oder Totgeborene in der eigenen oder der Geschwisterreihe der Eltern? Gibt es Totgeschwiegene, Ausgeschlossene, Vermisste oder Familiengeheimnisse, Tabus, schwere Krankheiten, Verlust der Heimat Wie weit reicht die Erinnerung denn zurück? Kennen wir die Großeltern, wie genau ist das Wissen über deren Herkunft? Und gibt es Helden oder Berühmtheiten oder Ur-Urgroßmütter mit mindestens einem Dutzend Kinder? Auch die Körperarbeit oder eine Gestalttherapie können in innere Situationen führen für deren Auflösung oder Verdeutlichung eine Struktur- oder Familienaufstellung das angemessene Mittel ist.