Körperarbeit

Wir sprechen vom Körperbild, Körpergefühl und Körperbewusstsein, also davon wie wir unseren Körper sehen oder meinen, wie andere ihn sehen, wie wir uns in unserem Körper fühlen, wie wohl oder wie unwohl, und wie bewusst wir ihn erleben und wahrnehmen können, und was davon alles im Bewusstsein verankert wird. Durch unsere Körpersprache drücken wir aus, was uns gerade bewegt. Vor Angst ziehen wir den Kopf zwischen die Schultern, machen uns klein. Oder wir möchten hüpfen vor Freude oder angriffslustig die Fäuste in die Seiten stemmen, beschränken den Ausdruck solcher Gefühle aber in der Regel auf ein mehr oder weniger strahlendes Lächeln oder ein Zurückwerfen des Kopfes. Den Kopf dürfen wir ungestraft hängen lassen und missmutig dreinschauen auch, doch wenn wir vor Lebenslust tanzen, singen, andere umarmen oder auf die Bäume klettern wollen, wird uns in der Regel geraten einen angemessenen Rahmen dafür zu finden.

"Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare". (Christian Morgenstern). Nicht nur dass, was wir an Veranlagungen mitbringen sondern auch wiederholte Reglementierungen, Beschränkungen, Demütigungen, Traumata seien sie nun mehr mental, psychisch, oder körperlich, können uns, indem wir sie ungeprüft "schlucken", auch körperlich nachhaltig prägen. Der Rücken wird krumm. Der Schultergürtel versteift, das Zwerchfell wird undurchlässig, wir atmen zu flach, und der Beckenboden verhärtet sich, wird unlebendig. Die Wahrnehmung unserer Körperlichkeit ist häufig darauf fixiert, dass sie dem hochgehaltenen, gesellschaftlich anerkannten Idealbild nicht entspricht, uns "zu klein, zu dick, zu mager, zu unsportlich. zu alt" erscheint, dass sie uns weniger Lust sondern stattdessen immer mehr Unbehaglichkeit und Schmerzen bereitet. Dann merken wir auf.

"Die Lebenskraft fließt nur in diejenigen Teile unserer Persönlichkeit mit denen wir uns identifizieren." (Fritz Perls in Gestalttherapie in Aktion). Das heißt wir nehmen viele unserer Ressourcen gar nicht wahr, obwohl sie uns auch zur Verfügung stehen. In der Körperarbeit vertiefen wir durch behutsames Körperlesen, Atemübungen, Bewegung, Berührung, geführte Meditationen und Gespräch die Selbstwahrnehmung. Die Achtsamkeit für die Signale unseres Körpers und seine nicht aus gelebten Möglichkeiten kann sich entwickeln und wachsen und ebenso der selbstbewusste Wunsch, unsere individuellen Grenzen respektiert zu sehen. Vorrausetzung ist der Aufbau einer Vertrauensbasis zwischen Klient und Therapeutin. Körperarbeit ist, wie andere Psychotherapien, ein längerer, oft schmerzhafter Prozess, bei dem wir uns selbst spüren, anschauen, anhören, erkennen und annehmen lernen.

Meridian Massage
Die Meridianmassage wurzelt in der chinesischen Akupunktur, der Lehre von den Energiebahnen, die den lebenswichtigen Organen zugeordnet sind und ihrem ausgewogenen Zusammenspiel. In einer individuell festzulegenden Abfolge von mehreren Massage-Sitzungen, die harmonisierend, anregend oder beruhigend wirken, rücken wir einfühlsam Energieblockaden zu Leibe. Chronische Beschwerden können gelindert werden. Außerdem unterstützen wir zusätzlich durch gezielte Akupressur und Übungen aus dem Tao Yoga den Energiefluss.

Bitte leichte, anliegende Kleidung wie Leggings und T-Shirts tragen.